Nicht jedes Kind geht unbeschwert zum Zahnarzt. Die ungewohnte Umgebung, fremde Menschen, Geräusche oder die Sorge davor, dass etwas unangenehm sein könnte, können schnell verunsichern. Manchmal steckt auch eine frühere Erfahrung dahinter, die Ihr Kind noch beschäftigt.
Wichtig ist vor allem, diese Gefühle ernst zu nehmen. Angst lässt sich selten einfach wegreden – aber ein Zahnarztbesuch kann so vorbereitet werden, dass Ihr Kind weiß, was ungefähr auf es zukommt und sich möglichst sicher begleitet fühlt.
Wenn der Zahnarztbesuch Kindern Angst macht
Sprechen Sie vor dem Termin in einfachen und ruhigen Worten darüber, was beim Zahnarzt passiert. Sie können beispielsweise erklären, dass sich die Zahnärztin oder der Zahnarzt die Zähne anschaut und Ihr Kind dabei auf einem besonderen Stuhl sitzen darf. Bilderbücher, Geschichten oder ein spielerischer „Zahnarztbesuch“ mit Kuscheltieren können zusätzlich helfen, die unbekannte Situation etwas vertrauter zu machen.
Vermeiden Sie dabei Versprechen wie „Das tut bestimmt überhaupt nicht weh“, wenn noch gar nicht feststeht, was beim Termin notwendig sein wird. Eine ehrliche, altersgerechte Erklärung schafft meist mehr Vertrauen als ein Versprechen, das sich möglicherweise nicht halten lässt.
Erzählen Sie uns vorher, was Ihrem Kind Sorgen macht
Sie kennen Ihr Kind am besten. Wenn es bereits unangenehme Erfahrungen beim Zahnarzt gemacht hat, empfindlich auf bestimmte Geräusche reagiert oder in neuen Situationen zunächst etwas mehr Zeit benötigt, teilen Sie uns das gerne schon bei der Terminvereinbarung mit.
Auch kleine Hinweise können hilfreich sein: Wovor hat Ihr Kind besonders Angst? Was beruhigt es? Möchte es vorher wissen, was als Nächstes passiert? Je mehr wir über die Situation wissen, desto besser können wir uns auf den Besuch einstellen und gemeinsam überlegen, wie der Termin gestaltet werden kann.
Angst darf da sein
Ein aufgeregtes oder ängstliches Kind muss nicht davon überzeugt werden, dass es „gar keinen Grund“ für seine Angst gibt. Häufig hilft es mehr, konkret auf das einzugehen, was ihm gerade Sorgen bereitet.
Manche Kinder möchten jeden Schritt erklärt bekommen, andere beobachten zunächst lieber. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich mit der neuen Situation vertraut zu machen. Auch Sie als Eltern können viel Sicherheit vermitteln, indem Sie möglichst ruhig bleiben und Ihrem Kind zeigen: Wir machen das gemeinsam.
Regelmäßige Besuche können Sicherheit geben
Wenn Kinder eine Zahnarztpraxis nicht erst dann kennenlernen, wenn bereits Zahnschmerzen bestehen oder eine Behandlung notwendig wird, können sie die Umgebung auch in ruhigeren Situationen erleben. Regelmäßige Vorsorgetermine bieten deshalb die Möglichkeit, Abläufe, Räume und das Praxisteam nach und nach kennenzulernen.
So kann der Zahnarztbesuch mit der Zeit zu etwas Vertrauterem werden – auch wenn Ihr Kind anfangs noch zurückhaltend oder aufgeregt ist.